The Last Kingdom: Seven Kings Must Die - Filmkritik |Filmtoast.de (2024)

Mit The Last Kingdom: Seven Kings Must Die liefert uns Netflix den letzten Akt der Uthred-Saga und den Abschluss der Serie The Last Kingdom. Über Jahre hinweg haben Fans die Historiensaga verfolgt, gelingt es nun also einen würdigen Abschied mit diesem Film abzuliefern?

TitelThe Last Kingdom: Seven Kings Must Die
Jahr2023
LandUK
RegieEd Bazalgette
DrehbuchMartha Hillier
GenreHistorienfilm
DarstellerAlexander Dreymon, Elaine Cassidy, Mark Rowley, Arnas Fedaravicius, Harry Gilby, Laurie Davidson
Länge111 Minuten
Altersempfehlungab 16 Jahren freigegeben
StreamingdienstNetflix
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Die Handlung von Seven Kings Must Die

Einhundert Jahre lang tobte im ganzen Land der Krieg zwischen den Einheimischen und den dänischen Eindringlingen. Aber nun ist Frieden eingekehrt und das Land ist fast vereint – einzig Lord Uhtred von Bebbanburg, der Herrscher über Northumbria, hat seine Länder noch nicht dem Thron zugeschworen. Doch als König Edward stirbt, gefährdet der Kampf um den Thron zwischen seinen beiden möglichen Nachfolgern Aethelstan und Aelfweard den Frieden. Als Uhtred zu Ohren kommt, dass Aethelstan – der einst sein Mündel und Schützling war – zum Kampf rüstet, reitet er los, um ihm zum Sieg zu verhelfen. Doch der junge Prinz steht unter einem üblen Einfluss und ist nicht mehr der Junge, den Uhtred einst kannte. Und als Aethelstan mit seinen Taten alles, was sich Uhtred aufgebaut hat, bedroht, muss Uhtred entscheiden, wem seine Loyalität gehört – dem König oder seinem Heimatland.

Unterdessen kündigt sich eine neue Bedrohung an – der dänische Kriegerkönig Anlaf ist an Land gegangen und hofft darauf, Chaos zu säen und sich den Konflikt zunutze zu machen. Als sich Aethelstan mit seinen Taten überall auf den britischen Inseln Feinde macht, vereint Anlaf die Feinde des Königs zu einer großen Allianz, die die Vision eines vereinten Englands in Gefahr bringt. Und als die Allianz Uhtreds Unterstützung für ihre Pläne einfordert, steht Uhtred vor einer Entscheidung zwischen denen, die ihm am meisten am Herzen liegen, und dem Traum eines vereinten Königreichs.

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Der Abgesang nach dem Abgesang

Das Positive vorweg: The Last Kingdom: Seven Kings Must Die ist, wie auch die Serie, hervorragende Unterhaltung mit tollen Schauwerten. Es ist eine gelungene Umsetzung der Romanvorlage Bernard Cornwells, die sich wiederum relativ akkurat an den historischen Ablauf der Geschichte hält. Mit einigen kreativen Freiheiten versteht sich. Jedoch leidet der Film, noch mehr als die Serie, unter der notwendigen Verkürzung der Ereignisse. Und so die kommt die filmisch Fortführung trotz der tadellosen schauspielerischen Leistungen nicht wirklich an die emotionale Tiefe der Serieheran.

Das mag auch daran liegen, dass mit der fünften Staffel Uthreds Geschichte eigentlich absolut zufriedenstellend zu Ende erzählt wurde. Bebbanburg, sein Stammsitz und Geburtsrecht, ist zurückerobert. Er hat eine sichere Heimstadt für seine Familie gefunden, herrscht als Lord von Northumbria friedlich über Heiden und Christen, hat einen Frieden zwischen Schotten und Sachsen herbeigeführt und sogar mit Brida konnte er sich schlussendlich versöhnen. Für Uthred gab es also ein (beinahe) perfektes Happy End. Doch man war uns natürlich dennoch das Ende der Sachsenchroniken und die Vereinigung Englands schuldig.

England muss vereint werden

So ist Seven Kings Must Die, wenn auch Uthred in seine letzte Schlacht reitet, eher Aethelstans Geschichte. Dieser ist von seinem rechten Weg abgekommen und droht ein Tyrann zu werden. Uthred muss um den Jungen, den er einst wie einen Sohn aufzog, zu retten noch einmal zum Schwert greifen und wieder einmal für die Sachsen, die drohen sich selbst zu vernichten, die Kohlen aus dem Feuer holen. Wie immer spielt der Mann, der sowohl Däne als auch Sachse ist, eine entscheidende Rolle bei der Vereinigung Englands.

Auch hier schafft es die Filmfortsetzung sehr geschickt zu begründen, warum der größte Krieger der Sachsen, Uthred der Dänenschlächter, nicht in der Angelsächsischen Chronik, die Bernard Cornwell als Grundlage für seine Uthred Saga diente, erwähnt wird. Er lehnt Aethelreds Ehrung zum Ende der Geschichte schlichtweg ab. Hier wird an die wunderbar poetische Szene aus der dritten Staffel The Last Kingdom erinnert, in der der sterbende Alfred Uthred die Angelsächsische Chronik zeigt und sagt:

„Es wird nicht geschrieben stehen, dass Alfred auf Uthreds Schultern stand. Und das viele Male. Doch Ich weiß, dass es wahr ist.“

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Eine gute Zeit und doch zu kurz

Der einzige wirkliche Frevel den Seven Kings Must Die begeht ist, dass er viele interessante Charaktere einführt, denen aber allesamt zu wenig Zeit gewidmet werden kann, um sie zur Geltung zu bringen. So hätte der neue dänische Invasor Anlaf mit seinen Wolfskriegern durchaus das Potential ein spannender Antagonist zu werden, wenn er mehr Zeit bekommen hätte seine Strahlkraft zu entfalten. Damit bleibt letztlich auch sein durchaus intelligenter Plan, mittels seiner Spione und Doppelagenten die Sachsen gegeneinander Aufzuhetzen und in einen Krieg mit den Schotten und heidnischen Königen von Strathclyde, Orkney, Shetland und Man zu stürzen, wenig beeindruckend, da er aufgrund der geringen Zeit des Films recht schnell aufgedeckt wird.

Hier drängt sich unweigerlich die Frage auf: warum wurden dem nervigen, ewigen Intriganten Lord Aethelhelm zuvor (dennoch grandios von Adrian Schiller gespielt) mehrere Staffeln gewidmet? Und warum hat man diesem viel spannenderen Wikinger-Fürsten kaum genügend Zeit gegeben, um ein anständiger Antagonist in diesem, einem Film zu sein?

Anlafs Schicksal teilen fast alle neu eingeführten Figuren die, mit Ausnahme Lord Ingilmundr, kaum über ein paar wenige Szenen hinauskommen. Ihnen wird so auch nicht vergönnt einen bleibenden Eindruck beim Publikum zu hinterlassen. Da wünschte man sich als Fan der Serie doch noch eine weitere Staffel bekommen zu können. Dann könnte man diesen letzten großen Konflikt vor der Einigung Englands in vollen Zügen genießen zu können.

Uthreds letzte Schlacht

Apropos in vollen Zügen genießen: Zum Schluss werden die Zuschauenden – wie es sich für The Last Kingdom gehört – mit einer großen Schlacht verabschiedet: realistisch, dreckig und angenehm brutal inszeniert – ohne in ein Hollywood-eskes Spektakel abzudriften. Das macht sie durchaus zu den besten ihres Genres. Seven Kings Must Die schafft es auch zum Ende hin noch einmal die nötige Dramatik zu entfalten ohne jemals Gefahr zu laufen, in Kitsch zu verfallen. Kenner der Geschichte wissen welche Partei letzten Endes siegreich vom Felde zieht. Doch was aus dem großen Krieger Uthred wird, bleibt bis zur letzten Minute spannend und soll hier natürlich nicht verraten werden.

Unser Fazit zu The Last Kingdom: Seven Kings Must Die

Alles in allem ist Seven Kings Must Die durchaus ein gelungener Abschluss der Uthred Saga, The Last Kingdom. Wenn der Film auch nicht an die emotionale Sogwirkung der Serie herankommt und einige Serienfiguren, deren Schicksal ungeklärt bleiben, vermisst werden, bleiben dem Film durchaus einige große Stärken der Serie erhalten. Und so führt er sein Publikum ein letztes Mal auf die britischen Inseln ins dunkle Zeitalter, bevor letztlich auch das letzte Königreich zu England wird. So wünschen wir Uthred von Bebbanburg, dass er seinen Frieden findet. In England oder in Valhalla.

The Last Kingdom: Seven Kings Must Die startet hierzulande am 14. April bei Netflix!

Unsere Wertung:
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